Internet & MailNachdem ich einige Zeit mit OmniWeb
als Browser experimentiert hatte (mir gefiel die Voransicht von Tabs ganz gut), habe ich das wieder aufgegeben: massive Probleme mit
JavaScript. Außerdem brauchen die Tab-Voransichten recht viel Bildschirmplatz.
Safari kommt mit MacOS daher, ist schick und schnell, lässt aber einige bei Firefox liebgewonnene Features vermissen: Zurückspringen in der History um mehrere Schritte, Suchfeld für den Browser-Inhalt, umfangreiche Plugin-Sammlungen.
So bin ich doch wieder bei Firefox 2.x gelandet - und sehr zufrieden damit. Die Integration in MacOS ist gut gelungen, alles funktioniert wie eine native Mac-Anwendung.
Der MacOS-Mailreader ist schnell und gut, Suche, Spam-Filter, Thread-Anzeige, LDAP-Integration, mehrere Konten etc. funktionieren tadellos. Bei den letzten Releases von Thunderbird hatten mich immer Bugs in der Suche geärgert (da hat sich jemand verprogrammiert). Ich bleib bei Mail.app.
Zum Lesen von RSS-Feeds verwende ich Vienna. Macht genau das, was man von einem modernen Feedreader erwartet. Und ist kostenlos. Es gibt für mich keinen Grund, nach etwas Besserem zu suchen.
Texteditor
Zuerst war ich von Smultron sehr begeistert: schnell, handlich, übersichtlich (und kostenlos). Dann hatte ich aber einige Fehler im Syntax-Highlighting von Shellscripten festgestellt - und damit ist das gute Stück als All-purpose-Editor erstmal gestorben.
Ich benutze jetzt den (ebenfalls freien) TextWrangler, etwas unübersichtliche (und nur englische) Menüs, aber mit vielen brauchbaren Features wie z.B. einem Differences-Tool. Und natürlich tadellosem Syntax-Highlighting ...
Office & Kalender
Klar, NeoOffice mit dem NeoLight-Spotlight-Plugin und der Blogging-Extension. Nicht eben rasend schnell, aber wer mit Open Document Formaten (StarOffice, OpenOffice etc.) hantiert, hat keine andere Wahl. OpenOffice.org arbeitet an einem eigenen Aqua-Port, vielleicht geht der ein bisschen rasanter zu Werke
Gelegentlich wird von sagenhaften Features der Apple-iWork-Präsentationssoftware Keynote
berichtet, die werde ich mir mal genauer angucken. Soll man sehr elegant mit der mit dem MacBook mitgelieferten Fernbedienung steuern können.
Über meinen Lieblings-Kalender even-t hatte ich bereits geschrieben - probiert ihn einfach aus. Geniales Teil.
Sync mit dem Handy (=BlackBerry) geht gut mittels PocketMac. Die Installation erinnert düster an schlimme Win98-Tage (man muß sich temporär Admin-Rechte geben, sonst geht gar nix, siehe Handbuch, dann
Reboot) und der Sync frisst die Leistung einer halben CPU, aber das Ergebnis ist OK. Vielleicht muss mal ein anderes Handy ran, eins mit
nativen iSync-Support ...
Wer sich noch nie mit der Mindmapping-Methode beschäftigt hat, sollte das jetzt unbedingt tun: Damit lassen sich Dokumentationen, Berichte, Whitepaper, Präsentationen, Projektbeschreibungen, Agenden, Ideensammlungen viel schneller, effizienter und in höherer Qualität erstellen als herkömmlich. Eine logische und sinnvolle Struktur ergibt sich wie von selbst.
Das ideale Werkzeug dazu ist der Mindjet MindManager. Ich bevorzuge ihn gegenüber anderen Produkten, weil er nicht mit einem überladenen Interface daherkommt, die Bedienung einleuchtend und selbsterklärend ist und sich Maps mit den armen Schweinen von der Windows-Fraktion austauschen lassen.
Gar nicht schlecht ist übrigens die Office-Bibliothek aus dem Duden-Verlag. Ist ein in Software gegossener Duden + (je nach Ausstattung) * Fremdwörterbuch + Englisch <=> Deutsch-Wörterbuch. Habe darauf zurückgegriffen, weil das eigentlich bevorzugte macding so arschlangsam ist, dass man in der Zeit auch zum Regal mit den Wörterbüchern spaziert ist. Das Windows-Pedant LingoPad ist da leider deutlich besser.
Datenbanken
Nein, hier folgt keine Abhandlung über MySQL oder Oracle, sondern es geht um Software, in der man Dinge einigermaßen geordnet ablegen (und wiederfinden) kann.
Dazu gehört zunächst DevonThink Pro, eine Datenbank, in der sich beliebige Informationen (hierarchisch geordnet) sammeln und suchen lassen. Ich kopiere hier jede Information, jedes Readme, Cookbook, jede Anleitung rein, die ich irgendwann in meinem Job mal wieder gebrauchen könnte. Dazu kommen PDFs, Diagramme, Webseiten, Binaries etc. die entweder als Link oder direkt enthalten sein können. Damit verstreue ich mein Wissen nicht mehr über die Festplatte, sondern sammle es an einem zentralen Ort (von dem ich auch gut ein Backup erstellen kann).
Unbedingt erwähnenswert in dieser Kategorie ist Journler, dem ich HIER einen eigenen kurzen Artikel gewidmet habe.
In der Datenbank-Kategorie will ich auch gleich meine Passwort-Datenbank KeepassX
abhandeln. Ist ein Unix/Linux/MacOS-Port der wirklich hervorragenden Windows-keepass-Anwendung. Speichert verschlüsselt vertrauliche Daten
wie Passwörter, TANs etc. in einer mit einem Master-Passwort geschützten Datei.
Datei-Manager
Zunächst hatte ich Sorge, dass mein geliebter Windows-Total-Commander durch nichts zu ersetzen sei, und erste Recherchen haben das bestätigt: XFolders und DiskOrder sind recht armselige Ersatzvarianten.
Daraufhin habe ich Path Finder ausprobiert, und damit bin ich wirklich ganz zufrieden. Eingebaute Shell, eingebauter (ziemlich guter) Text-Editor, Tabbed File Browsing, schnell, robust. Ist kein Zwei-Fenster-Dateimanager, aber mit geschickter Tastenbelegung ist man hier genauso schnell wie im Total Commander.
Manche MacOS-Software erzwingt halt ein Umdenken in Arbeitsabläufen und Routine-Vorgängen, aber der neue Workflow ist dann oft effizienter und macht mehr Spaß als zuvor ...
Virtualisierung
Ich hatte zunächst mit Parallels gespielt, dann jedoch den Link zur freien VMWare-Beta entdeckt. Völlige Begeisterung, weil ich die Container aus meinen VMWare-PC-Installationen (Solaris 10, RedHat EL 4) ohne jede Probleme anstarten und betreiben konnte! Läuft noch etwas langsam (wahrscheinlich noch jede Menge Debug-Code drin), aber für Experimente reicht das völlig.
Tools
Meiner WesternDigital-NetCenter-NAS Disk lag ein EMC Retrospect als Backup-Lösung bei. Etwas umständliche Bedienung, macht aber sonst einen recht professionellen Eindruck.
Ich habe eine Menge Handbücher im CHM (compiled HTML)-Format. Chamonix ist ein guter Reader dafür.
Cyberduck ist ein ordentlicher FTP-Client. Allein das bekloppte Logo stört etwas. Freeware.
NFS Manager soll das Einrichten von NFS (als Server und Client) vereinfachen. Den
Eindruck hatte ich bisher noch nicht ... Ich versuch mein NFS-Glück demnächst wieder auf der Kommandozeile.
Um QuickSilver ist ein regelrechter Hype
entstanden. Ein Popup tut sich auf, man tippt ein paar Buchstaben, und Quicksilver sucht die passende Anwendung, den Adressbucheintrag, die
Datei raus und bietet Aktionen (Öffnen, Starten, ...) dazu an. Etwa wie Spotlight.
VirtueDesktops ist ein absolutes Muss, wenn man den Einsatz von virtuellen Desktops gewohnt ist. Bietet den erwarteten Funktionsumfang, ist aber natürlich
viel, viel schicker als die Linux/Unix-Pendants und kann auf optisch sehr eindrucksvolle Weise zwischen den Desktops wechseln. Freeware.