Noch (d.h. in MacOS-Releases vor dem langerwarteten Leopard) ist Backup so ein Thema auf dem Mac. Es gibt Backup-Software in Millionenzahl da draußen (z.B. i
Backup,
Super Duper,
Deja vù,
Lacie Backup etc.), aber so richtig begeistert hat mich nichts davon. Daher habe ich mir meine eigene (simple) Routine geschrieben.
Ein paar Überlegungen zum Backup:
Insbesondere bei Laptops sollte man etwas schärfer über Backup-Verfahren nachdenken. Es nutzt mir nichts, auf einen USB-Stick zu sichern, der sich immer in meiner Laptop-Tasche befindet und zusammen mit dem Laptop geklaut wird. Wenn mein MacBook meine einzige MacOS-Maschine ist und ich sonst nur noch Windows- oder Unix-Systeme im Zugriff habe, muss ich mein Backup zumindest auf diesen Kisten wieder auspacken können. Idealerweise sollte ich dort mit meinen Daten aus dem Backup weiterarbeiten können, bis die Versicherung gezahlt hat und ein neues MacBook angeschafft ist. Damit ich auf Nicht-MacOS-Systemen weiterarbeiten kann, sollte ich schon bei der Auswahl meiner Software darauf achten, dass sie Cross-Plattform-Formate verwenden kann. Eigentlich müsste ich alles, was MacOS-proprietär ist (Apple Keynote, DevonThink, Journler etc.) regelmässig (möglichst automatisiert) in andere Formate (HTML, PDF, MS Word, Powerpoint) exportieren. Diese Dateien sollten dann natürlich mitgesichert werden.
Folglich muss eine Backup-Lösung:
- standardisierte Archiv-Formate verwenden (tar, zip, gzip, cpio etc.)
- auf weitgehend beliebige Medien sichern können (Netzwerk, USB-Disk etc.)
- automatisch ablaufen (niemand denkt daran, seine Backups anzustoßen)
- möglichst wenig Load erzeugen (ich muss nicht jeden Tag komplette Disk Images übers Netz schieben)
Als alter Unix-Heini habe ich mir ein kleines Shellscript geschrieben, das zumindest ein paar dieser Punkte ganz ordentlich abdeckt. Ich kann es in den cron einhängen, so dass es automatisiert und im Hintergrund werkelt. Über zwei Dateien include,txt und exclude.txt definiere ich die einzuschließenden bzw, auszuschließenden Dateien bzw. Ordner. Das geht natürlich auch mit regular expressions, z.B.
svenf@Vigor110[~/Documents/Backups] cat include.txt
/Volumes/Data/svenf/Documents/Backups/*.txt
/Volumes/Data/svenf/Documents/Backups/*.Backup
/Volumes/Data/svenf/Library/AnwendungsSupport/Journler
/Volumes/Data/svenf/Library/AnwendungsSupport/iCal
/Volumes/Data/svenf/Library/AnwendungsSupport/AddressBook
/Volumes/Data/svenf/bin/
/Volumes/Data/svenf/Documents/*.[a-z]?
/Volumes/Data/svenf/Documents/work
/Volumes/Data/svenf/Documents/privat/svenf/kp/*
Ich kann verschiedene dieser Dateien anlegen und damit den Inhalt meines Backups steuern (tägliches, wöchentliches Backup).
Das
Script liegt hier, Ihr könnt es gern (auf eigene Gefahr!) verwenden und erweitern.